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Haarbalgmilbe: (Demodex canis)
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Sie leben in den Haarbälgen bzw. Talgdrüsen und ernähren sich von Talg und Teilen der Haarwurzel. Zu extremer Befallsdichte kann es in bestimmten Fellregionen (Kopfbereich, Rückenseite ab Vorderbeinen, seitliche Brust- und Bauchpartie) kommen. Die Weibchen erreichen eine Körpergröße von 0,25 mm und die Männchen nur 0,15 mm. Der gesamte Entwicklungszyklus läuft im Haarbalg ab und dauert maximal 21 Tage. Aus den Eiern (0,08 mm lang) schlüpft eine sechsbeinige Larve. Durch Häutungen entstehen zwei Nymphenstadien, von denen die erste Nymphe (Protonymphe) noch sechs Beine aufweist. Dagegen hat die zweite Nymphe (Deutonymphe) bereits acht Beine. Die Verpaarung der Geschlechtstiere erfolgt auf der Körperoberfläche. Die Männchen sterben nach 3 - 7 Tagen, während die Weibchen in die oberen Bereiche der Haarschäfte eindringen und dort die Hüllen anknabbern. Nur während dieser kurzen Phase ist eine Übertragung möglich.
Es werden nur Welpen während der ersten drei Lebensmonate befallen. Die Milben treten vom Muttertier auf die Nachkommen über. Wenn es infolge eines Befalls zu bakteriellen Entzündungen kommt, werden von der Milbe selbst keine Erreger übertragen.
Die von diesen Milben ausgelöste Erkrankung heißt Räude und ist abhängig von der Stärke des Immunsystems der Tiere. Es können zwei Formen der Demodex-Räude unterschieden werden. Sie beginnen beide mit dem Leitsympton starker Juckreiz.
1.) Lokalisierte, schuppige Form: Diese Form tritt im 3. bis 6. Lebensmonat auf. Sie ist durch scharf begrenzte, schuppige-rötliche Herde in Augennähe, an den Lippen oder an den Vorderbeinen charakterisiert. Bei befallenen Tieren tritt zu 80% Selbstheilung ein. Der Rest entwickelt -trotz Behandlung- die zweite Verlaufsform der Demodex-Räude.
2.) Generalisierte Form: Hierbei werden große Teile der Körperoberfläche ausgehend von einzelnen Herden erfasst. Sie beginnt mit Haarüberfettung, Eiterausschlägen, starker Juckreiz und führt bei größeren Bakterieninfektionen zu tiefen Schrunden, Geschwüren, Abszessen und großflächigen Entzündungen mit Haarausfall.
Die Behandlung der Demodex-Räude ist nach wie vor problematisch und muss unter Kontrolle des Tierarztes erfolgen.
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